Tarsaltunnelsyndrom
Erläuterung
Der Tarsaltunnel ist eine muldenförmige Durchtrittsstelle für Sehnen, Gefäße und Nerven hinter dem Innenknöchel. Seine Begrenzung zur Oberfläche hin erfolgt durch ein Band, welches vom hinteren Innenknöchelbereich schräg nach unten zum Fersenbein verläuft. In dem anatomisch schon eingeengten Tarsaltunnel kann es bei Sprunggelenksverstauchungen und Malleolarfrakturen zu einem Kompressionssyndrom (Tarsaltunnelsyndrom) kommen. Die bei diesen Verletzungen eintretende Schwellung komprimiert die durch den Tarsaltunnel ziehende Arterie und die Nerven, wodurch die Schmerzsymptomatik ausgelöst wird.
Unmittelbar unter dem Innenknöchel des Fußes verläuft ein wichtiger Nerv, der Nervus tibialis, der die hinteren Beinmuskeln und Beugemuskeln des Fußes innerviert. Direkt neben dem Nerv verläuft die Arterie tibialis und vom Innenknöchel ausgehend ein Band, das über dem Nerv und der Arterie und anschließend zum Fersenbein läuft. Es entsteht eine tunnelartige Struktur, den Tasaltunnel. Ist der Tarsaltunnel verengt entsteht Druck auf den Nervus tibialis und führt zum Tarsaltunnelsyndrom des Fußes oder auch Engpasssyndrom genannt.
Symptome
Beim Tarsaltunnelsyndrom sind die Symptome sehr unterschiedlich. Oft klagen Erkrankte über einen brennenden Schmerz, sehr intensiv im Bereich des Vorfußes und der Zehen, häufig jedoch kann ein Tarstunnelsyndrom auch im Bereich der Ferse und der Wade einen Schmerz verursachen. Außerdem treten Sensibilitätsstörungen im Fuß auf. Tarstunnelsyndrome, bei denen der Nerv durch Schwellung einem sehr hohen Druck ausgesetzt ist, können zu einem Ausfall der Fußsohlenmuskulatur führen. An der Außenseite des Fußes und an der Fußsohle kommt es zu Gefühlsstörungen auf Grund der Nerveneinengung. Ebenfalls kommt es zum Druckschmerz hinter dem Innenknöchel.
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