Oberschenkelzerrung
Bei der Oberschenkelzerrung handelt es sich nicht um eine Kontinuitätsunterbrechung der Muskelfasern, die Verletzung spielt sich in der Mikrostruktur des Muskels ab.
Anatomie des Oberschenkels im Überblick
Der Oberschenkel ist das körpernahe Gebiet zwischen Knie und Hüfte, das sich durch starke Muskelfasern auszeichnet, die sogenannte Oberschenkelmuskulatur. Die Muskelfasern sind mehrschichtig aufgebaut und enthalten als kleinste Bestandteile die Sarkomere, die die Myofibrillen aufbauen. Werden die Sarkomere über das Normalmaß hinaus gedehnt, dann treten Schmerzen im betroffenenen Gebiet auf.
Symptome einer Oberschenkelzerrung
Die Symptome einer Oberschenkelzerrung bestehen darin, dass sich die Muskulatur verhärtet und vor allem bei Kontraktion schmerzt, während die Schmerzen bei Dehnung eher nachlassen. Lokale Verhärtungen sind spürbar.
Ursache einer Muskelzerrung
Ursache für die Oberschenkelzerrung sind häufig Überforderung von noch nicht aufgewärmten Muskeln bei ungünstiger Witterung oder der Zusammenprall mit anderen Sportlern in zweikampforientierten Sportarten wie dem Handball- oder Fußballsport. Auch da wo schnelle und abrupte Stopps und Sprints verlangt sind, kommt es häufig zu Oberschenkel Zerrungen. Vom Muskelfaserriss oder Muskelabriss kann die Zerrung durch die Tastung der Risse abgegrenzt werden. Bei Zerrungen liegen nur Schmerzen mit einer Muskelverhärtung vor, auch dieser Zustand der Oberschenkelmuskulatur ist für einen erfahrenen Sportarzt tastbar.
Therapie bei einer Oberschenkelzerrung
Zunächst muß der von der Zerrung betroffene Oberschenkel geschont im Bedarfsfall auch noch gekühlt und hoch gelagert werden. Solange die Oberschenkelzerrungsymptome anhalten, sollte ein elastischer Druckverband, auch spezielle Oberschenkelbandage möglich, angelegt oder eine Thermo-Unterziehhose angezogen werden. Im Falle von Sportlern sind einige Tage völlige sportliche Abstinenz verlangt. Die Oberschenkelzerrung Behandlung wird so lange fortgesetzt, bis eine deutliche Besserung, wenn nicht sogar völlige Schmerzfreiheit erreicht ist. In der Regel dauert es vier bis sechs Tage, bis die Behandlung der Oberschenkelzerrung anschlägt und die Symptome abgeklungen sind. Bis eine Muskelzerrung ganz ausgeheilt ist, vergehen häufig zwei Wochen und in dieser Zeit heißt es, Geduld zu bewahren und sich vernünftig zu verhalten. Nur so kann man insbesondere als Sportler die Gefahr einer neuerlichen Oberschenkelzerrung oder im schlimmsten Falle eines Muskelfaserrisses vermeiden.
Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung einer Oberschenkel-Zerrung
- Nie ohne Aufwärmphase die sportlichen Aktivitäten beginnen
- Passendes Schuhwerk auswählen, um Fehlstellungen zu vermeiden
- Überlastungen sind in jedem Fall zu vermeiden
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