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Genu recurvatum

Erläuterung

Genu recurvatum, auch Hohlknie oder Säbelbein genannt, ist eine seltene angeborene oder erworbene Deformation des Kniegelenks. Bei diesem seltenen Erkrankungsbild wird das Knie überstreckt und somit in die falsche Richtung gebeugt, die Tibia ist nach ventral vor das Femur luxiert. Die Ursache der Erkrankung ist ungeklärt, erworbene sowie angeborene Ursachen werden diskutiert.

Ursachen

Zahlreiche Ursachen des erworbenen Säbelbeins kommen infrage, etwa eine Lockerung der das Kniegelenk stabilisierenden Bänder oder der Gelenkkapsel, Schwäche oder Lähmung der Oberschenkelmuskulatur z.B. nach durchgemachter Kinderlähmung, Fehlstellungen der Unterschenkelknochen, etwa infolge falsch verheilter gelenknaher Knochenbrüche, oder Fußfehlstellungen (z.B. Spitzfuß).
Genu recurvatum bewirkt Gang- und Standunsicherheit, ist häufig schmerzhaft und belastet Bänder und Gelenke. Unbehandelt verstärkt sich die Fehlstellung und begünstigt die Abnutzung des Kniegelenks.

Behandlung

Zur Stabilisierung beim Genu recurvatum dienen je nach Ausprägungsgrad der Fehlhaltung Bandagen oder Orthesen für das Knie, die die unphysiologischen Gelenkbewegungen einschränken. Sind Knochenfehlstellungen die Ursache des Säbelbeins, kann auch ein chirurgischer Eingriff notwendig sein.

3 Artikel in der Kategorie "Genu recurvatum"

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