Beinlängendifferenz
Erläuterung und Symptome
Unter Beinlängendifferenz versteht man jedweden Längenunterschied an den unteren Extremitäten von der Hüfte bis zum Fuß. Zu den zahlreichen Ursachen unterschiedlich langer Beine gehören:
- Angeborene und entwicklungsbedingte Fehlbildungen mit Gliedmaßendefiziten, wie z. B. angeborener Femurdefekt, angeborener Minderwuchs des Femur
- Lähmungen, wie z. B. Poliomyelitis
- Knochen- und Gelenkinfektionen mit Wachstumsverzögerung oder -stillstand, wie z. B. Osteomyelitis
- Knochen- und Gelenkverletzungen, wie z. B. Epiphysenfugenverletzungen, Meta- oder Diaphysenfrakturen
- Tumoren mit wachstumsstimulierender Wirkung, wie z. B. fibröse Dysplasie, Neurofibromatose
- Tumoren mit wachstumsbremsender Wirkung, wie z. B. unkomplizierte Knochenzysten mit wiederholter Frakturierung der Epiphysenfuge.
Folgen einer Beinlängendifferenz
Da die untere Extremität für die Statik des Menschen zuständig ist, kann es bereits bei einer leichten Beinlängendifferenz (ca. 1cm) zu Folgeschäden besonders an der Wirbelsäule kommen. Langfristig kann sich die Körperhaltung verschlechtern und der Patient bekommt es mit heftigen Beschwerden im Hüft- und Rückenbereich zu tun. Daher sollte bei diesem Krankheitsbild frühzeitig interveniert werden.
Therapeutische Maßnahmen bei einer Beinlängendifferenz
Zunächst wird bei diesem Krankheitsbild sehr erfolgreich mit Einlagen oder speziellen Schuherhöhungen gearbeitet. Um Folgeschäden zu vermeiden sollte der Patient auf jeden Fall physiotherapeutische Maßnahmen für die Bereiche Hüfte und Wirbelsäule in Anspruch nehmen. Der positive Nebeneffekt dabei ist, dass immer wieder ein Fachmann darauf gucken und feststellen kann ob sich etwas verändert - verbessert oder verschlechtert.
In extremen Fällen wird sogar eine Operation in Erwägung gezogen.







