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2 Die Muskeln des OberschenkelsTrochanter major; Fascia lata; Tractus iliotibialis ; Vena saphena magna; Hiatus saphenus; Sartorius; Gracilis; Tensor fasciae latae;
2.1 Vordere Muskeln des Oberschenkels (Extensoren)M. sartorius; Spina iliaca anterior superior; Epicondylus medialis femoris; M. quadriceps femoris; M. rectus femoris; M. vastus medialis; M. vastus medialis;
2.2 Muskeln der medialen SeiteForamen obturatum; Pecten ossis pubis; M. graeilis; M. adductor magnus; M. pectineus; M. adductor brevis; M. adductor minimus;
2.3 Hintere Muskeln des Oberschenkels (Flexoren)M. biceps femoris; M. semimembranosus; M. semitendinosus; Tuber ischiadicum; Labium laterale lineae asperae; Lig. collaterale fibulare; Epicondylus medialis femoris; Fossa poplitea;
 
1 Das Oberschenkelbein (Femur)




Das Oberschenkelbein ist der längste und stärkste Röhrenknochen, überhaupt der größte Knochen des Skelettes. Das kräftige Mittelstück, der Schaft, ist leicht nach dorsal konkav gekrümmt und hier durch einen aufgerauhten Pfeiler, Linea aspera [Crista femoris], verstärkt. Für den Ursprung und Ansatz von Muskeln bildet sie eine mediale und laterale Lippe, Labium mediale und laterale. Nach distal laufen die beiden Lippen auseinander und fassen zwischen sich ein dreieckiges, ebenes Feld, die Facies poplitea (Planum popliteum). Auf oder neben der Linea aspera liegen ein oder mehrere Ernährungslöcher, Foramina nutricia. Das proximale Endstück bildet mit dem Schaft einen verschieden großen Winkel (Schenkelhalswinkel). Ein von ventral nach dorsal abgeplatteter Hals, Collum femoris, trägt den nicht genau sphärischen, von hyalinem Knorpel überzogenen Kopf, Caput femoris. Der medial und aufwärts gerichtete Kopf entspricht etwa 2/3 einer Kugeloberfläche. Unterhalb seiner Mitte zeigt er eine kleine Grube, die Fovea capitis femoris, für den Ansatz eines runden Bandes, des Lig. capitis femoris. Die Form des Schenkelhalses (von oben nach unten dick, von vorn nach hinten abgeplattet) entspricht der Belastung, der Aufgabe, zu tragen. Dort, wo der Hals winklig in den Schaft übergeht, finden sich verschiedene Rauhigkeiten und Erhebungen, die den Hüftmuskeln als Ansatz und als Hebelarme dienen. Von der hinteren Fläche erhebt sich nach lateral und oben der große Rollhügel, Trochanter major, nach medial der kleine Rollhügel, Trochanter minor. Der große, in der Verlängerung des Schaftes gelegene Rollhügel ist an der medialen Seite leicht ausgehöhlt (Fossa
trochanterica). Die beiden Rollhügel werden vorn durch eine manchmal schwach angedeutete, rauhe Linie, die Linea intertrochanterica, hinten durch eine kräftige Leiste, die Crista intertrochanterica, verbunden. Die mediale Lippe der Linea aspera läuft mit einer Leiste, der Linea pectinea (für M. pectineus), auf den kleinen Rollhügel, die laterale Lippe auf den großen Rollhügel zu. Sie ist verdickt und aufgerauht zur Tuberositas glutaea (Ansatz des M. glutaeus maximus).
Ist diese Rauhigkeit besonders stark, so spricht man von einem Trochanter tertius.Das massige distale Endstück des Femur gleicht einer Rolle. Diese ist hinten durch eine tiefe Grube, die Fossa intercondylaris, in zwei überknorpelte Knorren, den Condylus medialis und lateralis, geteilt. Vorn findet sich zwischen den überknorpelten Knorren eine sattelförmige, ebenfalls überknorpelte Vertiefung, die Facies patellaris. Sie dient der Kniescheibe, Patella, als eine Art Gleitbahn bei den Bewegungen im Kniegelenk.
 
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